IN EIGENER SACHE – UPDATE 13.10.2014

dwdl.deAm 10.10.2014 veröffentlichte DWDL.DE einen weiteren Artikel zu dem Thema. Hier wurde in der ursprünglichen Onlineversion vom 10.10.2014, 14Uhr behauptet: „Einer der Autoren des Films, Tim van Beveren, hatte zusammen mit Protagonisten die journalistische Sorgfalt des WDR scharf kritisiert. Nach zunächst direktem Austausch mit dem WDR wählte man Anfang September den offiziellen Weg der Programmbeschwerde, die von „Täuschung des Zuschauers“ und „Vertrauensmissbrauch durch den Westdeutschen Rundfunk.“

Durch diese, vermutlich nur „unglücklich“ gewählte Formulierung („zusammen“) könnte der Eindruck entstehen, ich hätte den WDR ‚gemeinsam‘ mit Protagonisten kritisiert. Das ist falsch. Um Missverständnissen vorzubeugen stelle ich daher fest:

1.) Meine journalistische, inhaltliche und dramaturgische Kritik an der Dokumentation in Ihrer ausdrücklich zu diesem Zeitpunkt nicht final vorliegenden Fassung vom 07.06.2014 habe ich dem WDR und der verantwortlichen Redaktion bereits ausführlich im Juni 2014 mitgeteilt und begründet. Der WDR hat sich hierzu bedauerlicherweise bisher weder erklärt, noch mir ein bereits im Ende Juni 2014 in Aussicht gestelltes Gespräch mit der Chefredaktion eingeräumt. Stattdessen wurde mir ausgerechnet durch eine Email der Lufthansa Pressestelle mitgeteilt, dass ich nicht mehr Autor der Dokumentation sei. Die Behauptung des WDR, ich hätte meine Autorschaft gegenüber dem Sender beendet ist falsch.

2.) Meiner Kenntnis nach bezieht sich die schriftliche Kritik einiger interviewter Protagonistinnen sowie die Programmbeschwerde des Rechtsanwalts Frank Cannon an den Intendanten des Westdeutschen Rundfunks auf die zwischenzeitlich durch den WDR und ohne meine Mitwirkung (!) geänderten Filmfassung, welche am 07.07.2014 in der ARD ausgestrahlt wurde. Protagonistinnen sowie die durch Herrn Cannon vertretenen Wissenschaftler des „Westgate Research Teams“ sind von sich aus gegen den WDR vorgegangen und haben ihre jeweilige eigene Kritik dort zum Ausdruck gebracht.

Weiter schreibt DWDL.DE: „Obwohl Tim van Beveren das Interview geführt habe, war im ausgestrahlten Film WDR-Redakteur Roman Stumpf der Interviewer. Und das obwohl dieser während dem Interview in London gar nicht anwesend gewesen sei, so der Vorwurf. Dieser wird jedoch durch dem Medienmagazin DWDL.de vorliegende Unterlagen eindeutig entkräftet. Demnach hat neben van Beveren nachweislich auch Stumpf in London bei laufender Kamera mit dem Experten Dr. Mohamed Abou-Donia gesprochen.“

Die in der am 07.07.2014 in der ARD ausgestrahlte Interviewpassage aus dem Interview mit Professor Dr. Mohamed Abou-Donia habe ich geführt. Herr Dr. Stumpf war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend.

3.) Es ist richtig, dass Herr Dr. Stumpf erst nach Beendigung, dieses durch mich geführten Interviews, in London am Drehort eintraf und dann ein ca. 10 minütiges, eigenes Interview führte.  Danach hat er – u.a. auch von seinen englischen Original-Fragen an den zuvor interviewten Wissenschaftler abweichende Fragen in deutscher Sprache aufgenommen.

Die entsprechenden Antworten von Professor Abou-Donia aus diesem, seinem eigenen Interview mit dem Wissenschaftler haben aber Herr Dr. Stumpf und der WDR nicht in dem Filmbeitrag verwendet. Das ist auch belegt durch Originalaufnahmen, die in Auszügen derzeit im Internet zu finden sind und deren Authentizität ich bestätigen kann. Außerdem gibt es dazu auch eine schriftliche Erklärung eines der anwesenden Wissenschaftler/Mediziner.

Auch entspricht es, entgegen den Behauptungen des WDR, nicht den Tatsachen, dass ich Herrn Dr. Stumpf mit seiner von der in meinem Interview erheblich abweichenden deutschen Zwischenfrage in den fraglichen Teil meines Interviews eingeschnitten habe oder dies meine Zustimmung erfahren hätte. Dieses Vorgehen ist in meinen Augen – nicht nur aus journalistischer Sicht – absolut unredlich und unethisch.